Hirschkäfer beobachten
Sascha Eilmus • 19. Mai 2022
Nächste Exkursionen im Juni
Mittwoch, 15. Juni 2022 und
Freitag, 01. Juli 2022, jeweils 21-23 Uhr
Hirschkäfer, Glühwürmchen und Fledermäuse in Leichlingen-Balken
Treffpunkt Naturfreundehaus Neuenkamp in Leichlingen-Balken
Die sehr warmen Abende und Nächte bringen die Hirschkäfer wieder in Schwung. Im Gebiet von Leichlingen-Balken und Murbachtal kann man nun bald wieder in der Dämmerung diese riesigen Käfer beim Schwärmen beobachten. Vor allem Männchen mit ihren geweihartig vergrößerten Mundwerkzeugen fliegen am Abend entlang der Waldränder in der Nähe alter Eichen auf der Suche nach Futterplätzen (Baumsäfte und überreifes Obst) und natürlich Weibchen.
Uns begleiten wird auch die Fledermausexpertin Mechtild Höller, die viele spannende Details zu den nachtaktiven Säugetieren erzählen kann. Und nach Einbruch der Dunkelheit suchen wir im nahegelegenen Wald nach den Leuchtkäfern - den Glühwürmchen.
Festes Schuhwerk, Taschenlampen und Mückenschutz nicht vergessen! Wegen der begrenzten Parkmöglichkeiten bitte auf der Burscheider Str. oder Neuenkamper Weg parken, oder Sie kommen am besten mit Fahrrad oder zu Fuß.
Sonntag, 19. Juni 2022, 11-13 Uhr
Gronenborn
Lernen Sie das NSG Gronenborner Teiche, seine vielfältigen Lebensräume und Bewohner näher kennen. Bitte denken Sie an wetterangepasste Kleidung und festes Schuhwerk. Treffpunkt ist das NSG Gronenborn in Leverkusen-Gronenborn (Gronenborner Mühle). Bitte wegen eingeschränkter Parkmöglichkeiten weiter oberhalb parken.
Bei anhaltendem Regen und niedrigen Temperaturen können die Exkursionen kurzfristig entfallen.
Ihr Offenland Team

Die Offenland Stiftung setzt ab sofort auf tatkräftige, vierbeinige Unterstützung im Naturschutz: Eine kleine Herde Zwergziegen übernimmt die Landschaftspflege rund um das historische Turbinenhaus in Diepental. Die tierischen Helfer sollen gezielt eingesetzt werden, um das unkontrollierte Wachstum von Brombeeren und invasiven Neophyten einzudämmen und so die biologische Vielfalt der Region zu stärken. Wir bedanken uns herzlich bei den Ziegenhaltern für diese wertvolle Unterstützung! Die Große Fläche des ehemaligen Rosenthaler Teichs wird bereits seit fast einem Jahr erfolgreich durch Wasserbüffel beweidet. Die Ziegen helfen uns nun dort, wo die Wasserbüffel nicht hinkommen: Entlang des Zauns und am Turbinenhaus, das nun ein Artschutzhaus ist. Die Umgebung des Turbinenhauses ist ein wertvoller Lebensraum, der aber nach Abschluß der Baumaßnahmen des Wupperverbands zunehmend von stark wuchernden Pflanzenarten bedroht wird. Besonders Brombeergestrüpp und gebietsfremde Pflanzen (Neophyten) verdrängen die heimische Flora und überwuchern wichtige Freiflächen z.B. für seltene Wildbienen-Arten. Da der Einsatz von schweren Maschinen in dem sensiblen Gelände oft unpraktisch oder ökologisch nicht sinnvoll ist, schlägt die Offenland Stiftung nun einen rein biologischen Weg ein. Zwergziegen eignen sich hervorragend für diese Aufgabe. Im Gegensatz zu Schafen, die vor allem Gras fressen, sind Ziegen ausgesprochene Knospen- und Rindenliebhaber. Mit großer Vorliebe knabbern sie dornige Brombeerranken ab und machen auch vor Neophyten nicht halt. Durch ihren selektiven Verbiss drängen sie die Dominanzbestände zurück und schaffen sprichwörtlich Raum für seltene, heimische Pflanzenarten. Die Offenland Stiftung lädt Spaziergänger und Naturinteressierte herzlich dazu ein, das Projekt vor Ort zu beobachten. Gleichzeitig wird darum gebeten, die Tiere nicht eigenmächtig zu füttern, da die Ziegen eine genau abgestimmte Diät aus den wild wachsenden Pflanzen benötigen, um ihre Aufgabe als Landschaftspfleger optimal zu erfüllen.

Der BioBlitz Leichlingen 2026 auf der Plattform Observation.org ist aktuell in vollem Gange und läuft seit dem 1. Januar über das gesamte Jahr bis Anfang Dezember 2026. In dieser Zeit werden kontinuierlich Beobachtungen von Pflanzen, Tieren und Pilzen im Stadtgebiet gesammelt und von der Community geprüft. Anders als bei einem kurzen Aktionstag handelt es sich um ein langfristiges Citizen-Science-Projekt, bei dem sich die Datensammlung besonders im Frühjahr und Sommer dynamisch entwickelt. Begleitend finden im Jahresverlauf Exkursionen und Veranstaltungen statt, die Interessierten helfen, Arten besser zu erkennen und zu dokumentieren. Am 21. April 2026 wurden von 54 Beobachter*innen bereits 2464 Beobachtungen von 731 Arten dokumentiert.







