Verschiedene aktuelle Infos
Sascha Eilmus • 28. Februar 2022
Aktuelle Informationen
Offenland Stiftung verschenkt Gehölze für einen artenreichen Garten
Wir verschenken wurzelnackte Jungpflanzen der Baumschule Eggert der Arten Faulbaum, Weißdorn und Salweide. Diese drei Arten sind besonders attraktiv für eine Vielzahl heimischer Insekten und zudem typisch für unsere Region. Die Pflanzen können einfach bei uns in Leichlingen-Balken abgeholt und sofort eingepflanzt werden. Auch Wildblumen-Samentüten sind noch verfügbar. Bitte einfach sascha.eilmus@gmx.de anschreiben.
Aufruf Regionalplan Köln: Erfassung von Bedenken, Änderungswünschen und Vorschlägen
Was ist der Regionalplan? Wikipedia: „Die Regionalplanung dient als regionale Raumordnung der Konkretisierung, der fachlichen Integration und Umsetzung der Ziele der Raumordnung in den Regionen. Sie nimmt damit eine vermittelnde Stellung zwischen gesamtstaatlicher Planung (Landesentwicklung) und kommunaler Gemeindeentwicklung ein. Indem die Regionalplanung Grundsätze und Ziele für Raumordnung aufstellt, erzeugt sie Planungssicherheit für Gemeinden und Fachplanungsträger.“ Im Regionalplan wird daher langfristig festgelegt, welche Flächen Bauland werden können.
Bis August haben wir Zeit, den neuen Regionalplan Köln, der Leverkusen einschließt, kritisch durchzusehen. Wir werden eine Tabelle erstellen, in der wir zu jedem Ort Kritikpunkte und Gegenvorschläge sammeln. Ihre Anregungen sind uns sehr wichtig! Wichtig für uns sind die Fragen: Reflektiert der Regionalplan Klima(folgen)-, Umwelt- und Artenschutz in hinreichender Weise? Werden die vorhandenen Schutzgebiete (z.B. Natur- und Landschaftsschutzgebiete) direkt oder indirekt beeinträchtigt? Werden nicht explizit ausgewiesene Naturräume oder Kulturlandschaften hinreichende geschützt?
Quellen:
Seite der Stadt mit Weiterleitung zum Regionalplan
Umweltbericht zum Regionalplan:
Noch konnten wir das zur Verfügung gestellte Material nicht hinreichend sichten. Sollten Detailkarten in höherer Auflösung nötig sein, werden wir diese anfordern.
Frühlingsschmetterlinge wie Großer Fuchs jetzt suchen!
Die ersten sonnigen Tage Ende Februar und Anfang März locken die überwinternden Schmetterlinge aus ihren Verstecken: Admiral, Zitronenfalter, C-Falter, Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs und der Große Fuchs (Titelbild: Reinhold Rieder, 2021 in Gronenborn) konnten und könnten bereits gesichtet werden. Besonders interessiert uns, ob der Große Fuchs wieder bei uns zu finden ist. Er folg im letzten Jahr in Gronenborn, Leichlingen-Balken am Naturfreundehaus und auf dem Gelände des Naturguts Ophoven in Opladen. Über Fotonachweise aller Arten würden wir uns freuen – besonders als Einträge bei observation.org – wir hatten dafür bereits geworben:
Exkursion zu den Frühblühern am Samstag, 26. März 2022, am Treffpunkt um 11 Uhr:
Treffpunkt Wanderparkplatz an der Oskar-Erbslöh-Straße, Einmündung Lucasweg gegenüber dem NSG Balker Feld (11 Uhr). Vom Wanderparkplatz aus geht es bei dieser kurzen Wanderung (3 km) entlang der Wupper, vorbei an Bärlauch und Grünlicher Nieswurz in Richtung Wupperschleife. Leitung: Dr. Sascha Eilmus.
Weitere Exkursionseinladungen folgen!
Ihr Offenland Team

Die Offenland Stiftung setzt ab sofort auf tatkräftige, vierbeinige Unterstützung im Naturschutz: Eine kleine Herde Zwergziegen übernimmt die Landschaftspflege rund um das historische Turbinenhaus in Diepental. Die tierischen Helfer sollen gezielt eingesetzt werden, um das unkontrollierte Wachstum von Brombeeren und invasiven Neophyten einzudämmen und so die biologische Vielfalt der Region zu stärken. Wir bedanken uns herzlich bei den Ziegenhaltern für diese wertvolle Unterstützung! Die Große Fläche des ehemaligen Rosenthaler Teichs wird bereits seit fast einem Jahr erfolgreich durch Wasserbüffel beweidet. Die Ziegen helfen uns nun dort, wo die Wasserbüffel nicht hinkommen: Entlang des Zauns und am Turbinenhaus, das nun ein Artschutzhaus ist. Die Umgebung des Turbinenhauses ist ein wertvoller Lebensraum, der aber nach Abschluß der Baumaßnahmen des Wupperverbands zunehmend von stark wuchernden Pflanzenarten bedroht wird. Besonders Brombeergestrüpp und gebietsfremde Pflanzen (Neophyten) verdrängen die heimische Flora und überwuchern wichtige Freiflächen z.B. für seltene Wildbienen-Arten. Da der Einsatz von schweren Maschinen in dem sensiblen Gelände oft unpraktisch oder ökologisch nicht sinnvoll ist, schlägt die Offenland Stiftung nun einen rein biologischen Weg ein. Zwergziegen eignen sich hervorragend für diese Aufgabe. Im Gegensatz zu Schafen, die vor allem Gras fressen, sind Ziegen ausgesprochene Knospen- und Rindenliebhaber. Mit großer Vorliebe knabbern sie dornige Brombeerranken ab und machen auch vor Neophyten nicht halt. Durch ihren selektiven Verbiss drängen sie die Dominanzbestände zurück und schaffen sprichwörtlich Raum für seltene, heimische Pflanzenarten. Die Offenland Stiftung lädt Spaziergänger und Naturinteressierte herzlich dazu ein, das Projekt vor Ort zu beobachten. Gleichzeitig wird darum gebeten, die Tiere nicht eigenmächtig zu füttern, da die Ziegen eine genau abgestimmte Diät aus den wild wachsenden Pflanzen benötigen, um ihre Aufgabe als Landschaftspfleger optimal zu erfüllen.

Der BioBlitz Leichlingen 2026 auf der Plattform Observation.org ist aktuell in vollem Gange und läuft seit dem 1. Januar über das gesamte Jahr bis Anfang Dezember 2026. In dieser Zeit werden kontinuierlich Beobachtungen von Pflanzen, Tieren und Pilzen im Stadtgebiet gesammelt und von der Community geprüft. Anders als bei einem kurzen Aktionstag handelt es sich um ein langfristiges Citizen-Science-Projekt, bei dem sich die Datensammlung besonders im Frühjahr und Sommer dynamisch entwickelt. Begleitend finden im Jahresverlauf Exkursionen und Veranstaltungen statt, die Interessierten helfen, Arten besser zu erkennen und zu dokumentieren. Am 21. April 2026 wurden von 54 Beobachter*innen bereits 2464 Beobachtungen von 731 Arten dokumentiert.







