Observation.org – Aufruf zum Bioblitz 2022
Sascha Eilmus • 13. Januar 2022
Wie jeder ohne große Vorkenntnisse Tiere, Pflanzen und Pilze kennenlernen und zur Forschung beitragen kann!
Observation.org
ist eine Plattform in der Beobachtungsdaten von Tieren, Pflanzen und Pilzen erfasst werden. Über die Jahre ist diese Plattform gewachsen und es wurden intelligente Applikationen für Smartphones entwickelt, die es jedem Nutzer erlauben, wertvolle Daten zur Verbreitung von Pflanzen und Tieren zu erzeugen – und das auf jedem Spaziergang.
Was brauchen Sie dazu: Sie müssen sich lediglich als Nutzer bei Observation.org anmelden und die Applikation Obsidentify
auf ihrem Smartphone installieren. Damit Ihre Meldungen auch als Eintrag in der Datenbank gespeichert werden, gewähren Sie der App Zugrifft auf Kamera und Lokalisation des Smartphones. Und los geht es! Den Kink zu einen Erklärvideo finden Sie unten.
Für den schon etwas erfahreneren Naturbeobachter bietet sich ObsMapp
an. Eine Anleitung dazu finden Sie unten im Erklärvideo von Tim Laussmann.
Das tolle ist, dass durch die Bilderkennungsfunktion Tiere, Pflanzen und Pilze automatisch erkannt werden können. Ist die Identifikation nicht genau oder zweifelhaft, können Sie die Beobachtung dennoch speichern. Einer der vielen Experten wird das Bild dann sichten und gegebenenfalls korrigieren. So werden wertvolle Daten erfasst und man lernt Art für Art die heimischen Tier- und Pflanzwelt besser kennen.
Unter ihrem eigenen Nutzerprofil können Sie sich selbst all ihre Beobachtungen anschauen und auswerten. Gleichzeitig werden ihre Beobachtungen dem jeweiligen Bioblitz des Stadt oder des Kreises zugeordnet. Was ist ein Bioblitz? Ein Bioblitz ist der Versuch in einem bestimmten Zeitraum – z. B. für das Jahr 2022 – in der definierten Region – z. B. Stadt Leverkusen – möglichst viele Arten zu erfassen.
Naturschutz
Natürlich sollen alle Arten so erfasst werden, dass man keine Tiere, Pflanzen oder Lebensräume schädigt. Es gelten die allgemeinen Natur-, Tier-, und Artenschutzbestimmungen. Und zum Thema Artenschutz: Wenn Sie eine streng geschützte Arten dokumentieren, wird dieser Eintrag in der Datenbank gespeichert, ist aber nicht öffentlich sichtbar, sondern nur für wissenschaftliche Zwecke abrufbar.
Eine kure Videoanleitung finden Sie hier: https://youtu.be/8S923pALb48
Videoanleitung von Tim Laussmann: https://www.youtube.com/watch?v=ZfA0REhT4j4 (Ganz herzlichen Dank!)
Und eine Videosammlung zum Thema Monitoring von Schmetterlingen: https://www.youtube.com/channel/UCz0fZY_MQAH44x49IaahGfQ
Homepage Observation.org https://observation.org
Mobile Apps - Observation.org (ObsMapp und ObsIdentify)
Wir planen, die Nutzung der App auch bei jeder der kommenden Exkursionen zu demonstrieren.
Bei Fragen einfach melden!
Ihr Offenland-Team

Die Offenland Stiftung setzt ab sofort auf tatkräftige, vierbeinige Unterstützung im Naturschutz: Eine kleine Herde Zwergziegen übernimmt die Landschaftspflege rund um das historische Turbinenhaus in Diepental. Die tierischen Helfer sollen gezielt eingesetzt werden, um das unkontrollierte Wachstum von Brombeeren und invasiven Neophyten einzudämmen und so die biologische Vielfalt der Region zu stärken. Wir bedanken uns herzlich bei den Ziegenhaltern für diese wertvolle Unterstützung! Die Große Fläche des ehemaligen Rosenthaler Teichs wird bereits seit fast einem Jahr erfolgreich durch Wasserbüffel beweidet. Die Ziegen helfen uns nun dort, wo die Wasserbüffel nicht hinkommen: Entlang des Zauns und am Turbinenhaus, das nun ein Artschutzhaus ist. Die Umgebung des Turbinenhauses ist ein wertvoller Lebensraum, der aber nach Abschluß der Baumaßnahmen des Wupperverbands zunehmend von stark wuchernden Pflanzenarten bedroht wird. Besonders Brombeergestrüpp und gebietsfremde Pflanzen (Neophyten) verdrängen die heimische Flora und überwuchern wichtige Freiflächen z.B. für seltene Wildbienen-Arten. Da der Einsatz von schweren Maschinen in dem sensiblen Gelände oft unpraktisch oder ökologisch nicht sinnvoll ist, schlägt die Offenland Stiftung nun einen rein biologischen Weg ein. Zwergziegen eignen sich hervorragend für diese Aufgabe. Im Gegensatz zu Schafen, die vor allem Gras fressen, sind Ziegen ausgesprochene Knospen- und Rindenliebhaber. Mit großer Vorliebe knabbern sie dornige Brombeerranken ab und machen auch vor Neophyten nicht halt. Durch ihren selektiven Verbiss drängen sie die Dominanzbestände zurück und schaffen sprichwörtlich Raum für seltene, heimische Pflanzenarten. Die Offenland Stiftung lädt Spaziergänger und Naturinteressierte herzlich dazu ein, das Projekt vor Ort zu beobachten. Gleichzeitig wird darum gebeten, die Tiere nicht eigenmächtig zu füttern, da die Ziegen eine genau abgestimmte Diät aus den wild wachsenden Pflanzen benötigen, um ihre Aufgabe als Landschaftspfleger optimal zu erfüllen.

Der BioBlitz Leichlingen 2026 auf der Plattform Observation.org ist aktuell in vollem Gange und läuft seit dem 1. Januar über das gesamte Jahr bis Anfang Dezember 2026. In dieser Zeit werden kontinuierlich Beobachtungen von Pflanzen, Tieren und Pilzen im Stadtgebiet gesammelt und von der Community geprüft. Anders als bei einem kurzen Aktionstag handelt es sich um ein langfristiges Citizen-Science-Projekt, bei dem sich die Datensammlung besonders im Frühjahr und Sommer dynamisch entwickelt. Begleitend finden im Jahresverlauf Exkursionen und Veranstaltungen statt, die Interessierten helfen, Arten besser zu erkennen und zu dokumentieren. Am 21. April 2026 wurden von 54 Beobachter*innen bereits 2464 Beobachtungen von 731 Arten dokumentiert.







