Die nächsten Vortragsabende
Sascha Eilmus • 17. Januar 2023
Vortragsabende im Februar und März 2023
Die Offenland Stiftung und die Ortsgruppe Leverkusen der LNU laden Sie diesen Winter und Frühjahr wieder herzlich zu den kostenfreien Vortragsveranstaltungen ein! In dieser Saison haben wir fünf Veranstaltungsabende vorbereitet.
Wegen der Hochwasserschäden im NaturGut Ophoven werden unsere Vorträge weiterhin alle im Saal von St. Michael, Sandstraße 33, 51379 Leverkusen, stets ab 19:00 Uhr,
stattfinden. Der Zugang zum Saal wie auch zu den sanitären Einrichtungen ist barrierefrei.
Freitag, 03.02.23, 19 Uhr
„Haie und Plastik – Was wir in und aus den Meeren lernen können“, Vortrag von Frau Rike Kremer.
Die Menschheit weiß mehr über die Rückseite des Mondes als über die Meere der Erde. Über zwei Drittel des Planeten sind von Wasser bedeckt. Nimmt man diese Bedeutung ernst, verwundert es, dass wir so wenig wissen. Dies muss sich ändern: Es muss effektiv und effizient geforscht werden. Richtig ausgewählte und gezielt unterstützte Forschung kann große Ergebnisse erzielen. Aber selbst da, wo wir viel über die Ozeane wissen, reicht dies nicht. Dies zeigt sich im Umgang mit dem Meer durch die meisten Menschen, obwohl wir wissen, wie falsch er ist: Verschmutzung, Mikroplastik, Überfischung, Finning (Abtrennen der Flossen) – es gibt Themen, bei denen das Wissen ausreicht, aber die richtigen Änderungen im Verhalten des Menschen dennoch nicht gelingen. Frau Kremer bietet eine großartige Bilderschau zum Thema Haie und Meer!
Freitag, 03.03.23, 19 Uhr
„Fledermausfauna in Leverkusen – Einblick und Rückblick“, Vortrag von Mechthild Höller (Landesfachausschuss Fledermäuse NRW).
und
Persönliche Höhepunkt aus drei Reisen nach Costa Rica von 2012 bis 2022: Tier- und Pflanzenwelt eines Landes, das das Ziel 30% Naturschutzflächen bereits annähernd erfüllt“, Vortrag von Alexander Dernbach und Sascha Eilmus
Für unseren letzten Vortragsabend im Winterhalbjahr 2022/2023 haben wir die Biologin Mechtild Höller – bekannte Fledermausforscherin und -Schützerin aus Leverkusen – gewinnen können. Sie wird uns einen Einblick in ihre langjährige Erfahrung bei der Erforschung und dem Schutz der Fledermäuse geben können. Mechtild Höller unterstützte bereits 2021 und 2022 unser zunehmendes Interesse an den kleinen Flattermännern und Flatterfrauen. Mit ihrer fachkundigen Anleitung wollen wir, in den von uns gepflegten Gebieten, die Bedingungen für Fledermäuse beispielsweise durch die Einrichtung neuer Winter- und Sommerquartiere fördern. Außerdem werden wir Fledermäuse als Schwerpunktthema im Jahr 2023 setzen und mit ihrer Hilfe Fledermäuse im Gebiet zwischen Leichlingen und Leverkusen kartieren.
Im zweiten Vortrag des Abends reisen wir nach Costa Rica. Das tropische Land in Mittelamerika ist nur so groß wie Niedersachsen beherbergt aber schätzungsweise 5% der globalen Biodiversität (Artenreichtum). Drei Reisen im Zeitraum von 2012 bis 2022 führten uns an verschiedene Orte Costa Ricas und es gelang uns, einige der spektakulären Naturwunder des Landes zu finden und zu fotografieren. Fledermäuse spielen auch hier eine entscheidende Hauptrolle, denn sie sind Schlüsselarten im Gefüge tropischer Ökosysteme – sie regulieren Insektenbestände, bestäuben Blüten und verbreiten Samen vieler Pflanzen. Ca. 30% Costa Ricas stehen heute unter Schutz – ein Wert, der erst jüngst 2022 auf der Weltnaturkonferenz als globales Ziel formuliert wurde. Wie Costa Rica das macht und wie wir das unterstützen können, ist ebenfalls Thema des Vortrags.
Es gelten die jeweils gültigen Corona-Auflagen und Empfehlungen.
Euer Offenland Team
Bild: Göttervogel Quetzal aus Costa Rica von Sascha Eilmus

Die Offenland Stiftung setzt ab sofort auf tatkräftige, vierbeinige Unterstützung im Naturschutz: Eine kleine Herde Zwergziegen übernimmt die Landschaftspflege rund um das historische Turbinenhaus in Diepental. Die tierischen Helfer sollen gezielt eingesetzt werden, um das unkontrollierte Wachstum von Brombeeren und invasiven Neophyten einzudämmen und so die biologische Vielfalt der Region zu stärken. Wir bedanken uns herzlich bei den Ziegenhaltern für diese wertvolle Unterstützung! Die Große Fläche des ehemaligen Rosenthaler Teichs wird bereits seit fast einem Jahr erfolgreich durch Wasserbüffel beweidet. Die Ziegen helfen uns nun dort, wo die Wasserbüffel nicht hinkommen: Entlang des Zauns und am Turbinenhaus, das nun ein Artschutzhaus ist. Die Umgebung des Turbinenhauses ist ein wertvoller Lebensraum, der aber nach Abschluß der Baumaßnahmen des Wupperverbands zunehmend von stark wuchernden Pflanzenarten bedroht wird. Besonders Brombeergestrüpp und gebietsfremde Pflanzen (Neophyten) verdrängen die heimische Flora und überwuchern wichtige Freiflächen z.B. für seltene Wildbienen-Arten. Da der Einsatz von schweren Maschinen in dem sensiblen Gelände oft unpraktisch oder ökologisch nicht sinnvoll ist, schlägt die Offenland Stiftung nun einen rein biologischen Weg ein. Zwergziegen eignen sich hervorragend für diese Aufgabe. Im Gegensatz zu Schafen, die vor allem Gras fressen, sind Ziegen ausgesprochene Knospen- und Rindenliebhaber. Mit großer Vorliebe knabbern sie dornige Brombeerranken ab und machen auch vor Neophyten nicht halt. Durch ihren selektiven Verbiss drängen sie die Dominanzbestände zurück und schaffen sprichwörtlich Raum für seltene, heimische Pflanzenarten. Die Offenland Stiftung lädt Spaziergänger und Naturinteressierte herzlich dazu ein, das Projekt vor Ort zu beobachten. Gleichzeitig wird darum gebeten, die Tiere nicht eigenmächtig zu füttern, da die Ziegen eine genau abgestimmte Diät aus den wild wachsenden Pflanzen benötigen, um ihre Aufgabe als Landschaftspfleger optimal zu erfüllen.

Der BioBlitz Leichlingen 2026 auf der Plattform Observation.org ist aktuell in vollem Gange und läuft seit dem 1. Januar über das gesamte Jahr bis Anfang Dezember 2026. In dieser Zeit werden kontinuierlich Beobachtungen von Pflanzen, Tieren und Pilzen im Stadtgebiet gesammelt und von der Community geprüft. Anders als bei einem kurzen Aktionstag handelt es sich um ein langfristiges Citizen-Science-Projekt, bei dem sich die Datensammlung besonders im Frühjahr und Sommer dynamisch entwickelt. Begleitend finden im Jahresverlauf Exkursionen und Veranstaltungen statt, die Interessierten helfen, Arten besser zu erkennen und zu dokumentieren. Am 21. April 2026 wurden von 54 Beobachter*innen bereits 2464 Beobachtungen von 731 Arten dokumentiert.







