Stoff zum Nachdenken am 1. April 2022

Sascha Eilmus • 24. März 2022

Freitag, 01. April 2022, 19:00 Uhr
Podiumsdiskussion: „Natur, Schöpfung und Verantwortung“ mit Pfarrer Heinz-Peter Teller, St. Remigius Opladen; Prof. Dr. Hans Werner Ingensiep, Uni Duisburg-Essen; Dr. Heike Baranzke, Bergische Universität Wuppertal.

Die Offenland Stiftung und die Ortsgruppe Leverkusen der LNU laden Sie ganz herzlich zur nächsten kostenfreien Vortragsveranstaltung ein!

Freitag, 01. April 2022, 19:00 Uhr

Podiumsdiskussion: „Natur, Schöpfung und Verantwortung“ mit Pfarrer Heinz-Peter Teller, St. Remigius Opladen; Prof. Dr. Hans Werner Ingensiep, Uni Duisburg-Essen; Dr. Heike Baranzke, Bergische Universität Wuppertal.

Wegen der Hochwasserschäden im NaturGut Ophoven werden unsere Vorträge alle im Saal von St. Michael, Sandstraße 33, 51379 Leverkusen, stets ab 19:00 Uhr, stattfinden. Der Zugang zum Saal wie auch zu den sanitären Einrichtungen ist barrierefrei.

Klimawandel, Pandemie, das Drohen des Krieges und eine dadurch aufziehende Energie- und Ernährungskrise zumindest in Teilen der Welt – all das zeigt, wie fragil unsere moderne menschliche Gesellschaft ist. Leichtfertig haben wir jederzeit verfügbares trinkbares Wasser, saubere Luft, ein ambientes Klima und Wetter, nachwachsende Rohstoffe wie Holz, billige Energieträger und nicht zuletzt Lebensmittel zu Ramschpreisen für selbstverständlich gehalten. Der Großteil dieser Güter kommt von weit her und wir haben uns von wenigen Lieferanten abhängig gemacht. Die Achtlosigkeit im Umgang mit natürlichen Ressourcen spielgelt sich auch in unserem Verhalten gegenüber unserer unmittelbaren Umwelt wider: Zugunsten von Siedlungsbau, Straßen und Gewerbegebieten opfern wir landwirtschaftlich wertvolle Flächen, sehen im Wald nur einen Nutzen, wenn es ein Forst zur Holzproduktion ist und begrenzen den Natur- und Artenschutz auf das gesetzlich geregelte notwendige Minimum, um Investoren und dem menschlichen Drang nach Freiheit keine allzu großen Schranken zu setzen. Das Ergebnis sind labile Ökosysteme, die beständig an Vielfalt verlieren und deren Kapazität dramatisch schwindet, uns ein erträgliches Klima, saubere Luft, Wasser und Lebensmittel bereitzustellen. Abgesehen davon scheinen wir auch das Gefühl für den intrinsischen Wert der Naturräume und der Artenvielfalt unabhängig von einem direkten Nutzen für den Menschen verloren zu haben. Wie schaffen wir es, wieder das „richtige“ Maß zu finden? Wie lernen wir ein Umdenken? Welcher Wert wohnt einer abwechslungsreichen Kultur- und Naturlandschaft inne? Können uns Religion und Philosophie bei der Selbstreflexion helfen?

Das ist der Hintergrund unserer Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Religion und Philosophie, bei der wir uns unter anderem diesen Fragen widmen wollen: Wenn die Natur das Ergebnis der Schöpfung ist, wer ist dann eigentlich verantwortlich für die Natur? Macht die Umweltethik die Idee der Schöpfung überflüssig? Ist der Mensch auch verantwortlich für die Mücke? Darf oder muss sich der Mensch als „treuhänderischer Verwalter“ der Natur sehen oder ist er nur gleichberechtigter Teil? Die sicher interessanteste Frage wird lauten: Warum gefährden wir unsere eigene Lebensgrundlage trotz besseren Wissens? Natürlich werden wir auch Lösungen diskutieren, die uns aus dem Dilemma herausführen könnten. 

Und wir freuen uns natürlich sehr auf eine rege Beteiligung aus dem Publikum!

Ihr Offenland Team
von Sascha Eilmus • 29. Oktober 2026
Erfolgsmodell Wasserbüffelbeweidung: Erftverband informiert sich im Diepental
von Sascha Eilmus • 29. Oktober 2026
Die Offenland Stiftung setzt ab sofort auf tatkräftige, vierbeinige Unterstützung im Naturschutz: Eine kleine Herde Zwergziegen übernimmt die Landschaftspflege rund um das historische Turbinenhaus in Diepental. Die tierischen Helfer sollen gezielt eingesetzt werden, um das unkontrollierte Wachstum von Brombeeren und invasiven Neophyten einzudämmen und so die biologische Vielfalt der Region zu stärken. Wir bedanken uns herzlich bei den Ziegenhaltern für diese wertvolle Unterstützung! Die Große Fläche des ehemaligen Rosenthaler Teichs wird bereits seit fast einem Jahr erfolgreich durch Wasserbüffel beweidet. Die Ziegen helfen uns nun dort, wo die Wasserbüffel nicht hinkommen: Entlang des Zauns und am Turbinenhaus, das nun ein Artschutzhaus ist. Die Umgebung des Turbinenhauses ist ein wertvoller Lebensraum, der aber nach Abschluß der Baumaßnahmen des Wupperverbands zunehmend von stark wuchernden Pflanzenarten bedroht wird. Besonders Brombeergestrüpp und gebietsfremde Pflanzen (Neophyten) verdrängen die heimische Flora und überwuchern wichtige Freiflächen z.B. für seltene Wildbienen-Arten. Da der Einsatz von schweren Maschinen in dem sensiblen Gelände oft unpraktisch oder ökologisch nicht sinnvoll ist, schlägt die Offenland Stiftung nun einen rein biologischen Weg ein. Zwergziegen eignen sich hervorragend für diese Aufgabe. Im Gegensatz zu Schafen, die vor allem Gras fressen, sind Ziegen ausgesprochene Knospen- und Rindenliebhaber. Mit großer Vorliebe knabbern sie dornige Brombeerranken ab und machen auch vor Neophyten nicht halt. Durch ihren selektiven Verbiss drängen sie die Dominanzbestände zurück und schaffen sprichwörtlich Raum für seltene, heimische Pflanzenarten. Die Offenland Stiftung lädt Spaziergänger und Naturinteressierte herzlich dazu ein, das Projekt vor Ort zu beobachten. Gleichzeitig wird darum gebeten, die Tiere nicht eigenmächtig zu füttern, da die Ziegen eine genau abgestimmte Diät aus den wild wachsenden Pflanzen benötigen, um ihre Aufgabe als Landschaftspfleger optimal zu erfüllen.
von Sascha Eilmus • 29. Oktober 2026
Neues Zuhause für Nachtjäger: Großer Fledermaus-Ausbau im Turbinenhaus Diepental
von Sascha Eilmus • 29. Oktober 2026
Ehrenamtliche sanieren Dach des Beobachtungsgebäudes im NSG Gronenborn dank ZZF-Spende
von Sascha Eilmus • 28. August 2026
Pressespiegel der Offenland Stiftung 2025-2026
von Sascha Eilmus • 28. Juli 2026
In der zweiten Hälfte des Augusts können Sie uns bei vielen Veranstaltungen kennenlernen!
von Sascha Eilmus • 8. Juli 2026
Veranstaltungen von Juli bis September
von Sascha Eilmus • 17. Juni 2026
21.06.2026; 11 Uhr: Landschaftspark Fuhrkamp
von Sascha Eilmus • 8. Juni 2026
Abendliche Fledermaus-, Hirschkäfer- und Glühwürmchen-Beobachtung
von Sascha Eilmus • 21. April 2026
Der BioBlitz Leichlingen 2026 auf der Plattform Observation.org ist aktuell in vollem Gange und läuft seit dem 1. Januar über das gesamte Jahr bis Anfang Dezember 2026. In dieser Zeit werden kontinuierlich Beobachtungen von Pflanzen, Tieren und Pilzen im Stadtgebiet gesammelt und von der Community geprüft. Anders als bei einem kurzen Aktionstag handelt es sich um ein langfristiges Citizen-Science-Projekt, bei dem sich die Datensammlung besonders im Frühjahr und Sommer dynamisch entwickelt. Begleitend finden im Jahresverlauf Exkursionen und Veranstaltungen statt, die Interessierten helfen, Arten besser zu erkennen und zu dokumentieren. Am 21. April 2026 wurden von 54 Beobachter*innen bereits 2464 Beobachtungen von 731 Arten dokumentiert.