Gemeinschaftspflanzaktion "Blaues Band" mit Naturfreunden Leverkusen
Alexander Dernbach • 10. Oktober 2022
Wildbienen schützen und fördern mit Vortrag am 23.10.2022

Um die Lage der Wildbienen ein wenig zu verbessern, planen die NaturFreunde Leverkusen und die Offenland Stiftung eine großflächige Pflanzaktion von entsprechend früh, blau blühenden Traubenhyazinthen und Krokussen. Die Aktion wird begleitet von sachkundigen Botanikern und Wildbienenspezialistinnen. Wir hören zunächst in einem Kurzvortrag "Wissenswertes über die Wildbienen" und ihre Situation.
Im Anschluss wollen wir von Neuenkamp über Balken bis nach Leichlingen 5.000 Zwiebeln in der Nachbarschaft und auf öffentlichen Flächen pflanzen und verschenken, so dass ein „blaues Band“ entsteht. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekt „Lebensräume“ der NaturFreunde NRW in Kooperation mit der Offenland Stiftung statt.
Wie bekannt, sind die Wildbienen in Deutschland gefährdet. Ein Grund liegt im mangelnden Nahrungsangebot zu bestimmten Zeiten im Jahresverlauf. Insbesondere sind die Bienen im zeitigen Frühjahr bei bereits warmer Witterung, wie wir sie in den letzten Jahren hatten, bereits aktiv. Gleichzeitig gibt es zu wenig Nahrungsangebot an früh blühenden heimischen Pflanzen, aus denen diese Tiere ihre Nahrung gewinnen können. Wer Spaß und Interesse an der Aktion hat, ist herzlich eingeladen. Falls vorhanden, können ein paar Handschuhe, ein Spaten und ein kleiner Eimer mitgebracht werden; wir haben aber auch Werkzeug da!
Ort/Unterkunft/Treffpunkt:
Naturfreundehaus Neuenkamp, Neuenkamp 10, 42799 Leichlingen (Rheinland)
Für eine bessere Planung bitten wir um Anmeldung bis zum 20.10.2022.
Ihr Offenland Team

Die Offenland Stiftung setzt ab sofort auf tatkräftige, vierbeinige Unterstützung im Naturschutz: Eine kleine Herde Zwergziegen übernimmt die Landschaftspflege rund um das historische Turbinenhaus in Diepental. Die tierischen Helfer sollen gezielt eingesetzt werden, um das unkontrollierte Wachstum von Brombeeren und invasiven Neophyten einzudämmen und so die biologische Vielfalt der Region zu stärken. Wir bedanken uns herzlich bei den Ziegenhaltern für diese wertvolle Unterstützung! Die Große Fläche des ehemaligen Rosenthaler Teichs wird bereits seit fast einem Jahr erfolgreich durch Wasserbüffel beweidet. Die Ziegen helfen uns nun dort, wo die Wasserbüffel nicht hinkommen: Entlang des Zauns und am Turbinenhaus, das nun ein Artschutzhaus ist. Die Umgebung des Turbinenhauses ist ein wertvoller Lebensraum, der aber nach Abschluß der Baumaßnahmen des Wupperverbands zunehmend von stark wuchernden Pflanzenarten bedroht wird. Besonders Brombeergestrüpp und gebietsfremde Pflanzen (Neophyten) verdrängen die heimische Flora und überwuchern wichtige Freiflächen z.B. für seltene Wildbienen-Arten. Da der Einsatz von schweren Maschinen in dem sensiblen Gelände oft unpraktisch oder ökologisch nicht sinnvoll ist, schlägt die Offenland Stiftung nun einen rein biologischen Weg ein. Zwergziegen eignen sich hervorragend für diese Aufgabe. Im Gegensatz zu Schafen, die vor allem Gras fressen, sind Ziegen ausgesprochene Knospen- und Rindenliebhaber. Mit großer Vorliebe knabbern sie dornige Brombeerranken ab und machen auch vor Neophyten nicht halt. Durch ihren selektiven Verbiss drängen sie die Dominanzbestände zurück und schaffen sprichwörtlich Raum für seltene, heimische Pflanzenarten. Die Offenland Stiftung lädt Spaziergänger und Naturinteressierte herzlich dazu ein, das Projekt vor Ort zu beobachten. Gleichzeitig wird darum gebeten, die Tiere nicht eigenmächtig zu füttern, da die Ziegen eine genau abgestimmte Diät aus den wild wachsenden Pflanzen benötigen, um ihre Aufgabe als Landschaftspfleger optimal zu erfüllen.

Der BioBlitz Leichlingen 2026 auf der Plattform Observation.org ist aktuell in vollem Gange und läuft seit dem 1. Januar über das gesamte Jahr bis Anfang Dezember 2026. In dieser Zeit werden kontinuierlich Beobachtungen von Pflanzen, Tieren und Pilzen im Stadtgebiet gesammelt und von der Community geprüft. Anders als bei einem kurzen Aktionstag handelt es sich um ein langfristiges Citizen-Science-Projekt, bei dem sich die Datensammlung besonders im Frühjahr und Sommer dynamisch entwickelt. Begleitend finden im Jahresverlauf Exkursionen und Veranstaltungen statt, die Interessierten helfen, Arten besser zu erkennen und zu dokumentieren. Am 21. April 2026 wurden von 54 Beobachter*innen bereits 2464 Beobachtungen von 731 Arten dokumentiert.







