Gemeinschaftsaktion des VFkB Bayer e.V. und der Offenland Stiftung
Sascha Eilmus • 29. Juli 2024
Gemeinschaftsaktion des VFkB Bayer e.V. und der Offenland Stiftung

Gezeigt und erklärt werden Bilder der Arbeitsgruppe Naturfotografie des Vereins zur Förderung künstlerischer Bildmedien Bayer e. V. Leverkusen (Bayer Fotoclub) am Ort des Entstehens.
Dazu werden Führungen der Offenland Stiftung über die Besonderheiten und Schönheiten des Naturschutzgebietes angeboten.
Wann: Sonntag, 4. August von 14:00 Uhr bis 17:45 Uhr
Die Führungen erfolgen zu jeder vollen Stunde.
Wo: Leverkusen Gronenborn, Naturschutzgebiet Ehemalige Mühlenteiche
direkt an der Gronenborner Mühle
Eintritt frei!
Das Gelände ist weitgehend barrierefrei. Familien mit Kindern sind herzlich willkommen!
Für Getränke ist gesorgt.
Das älteste Naturschutzgebiet in Leverkusen an der Gronenborner Mühle ist mittlerweile über 40 Jahre alt. Aus diesem Anlass laden die Offenland Stiftung und der Bayer Fotoclub zu einem besonderen „Tag des offenen Tores“ ein.
Im Rahmen der langjährigen Zusammenarbeit hat die Naturgruppe des Fotoclubs in den letzten Jahren regelmäßig ihre Kameras platziert, um professionelle Bilder von der Natur in Gronenborn zu machen. Die dabei entstandenen Bilder werden am Ort ihres Entstehens präsentiert. Mitglieder des Fotoclubs stehen für Fragen sowohl technischer als auch praktischer Fragen zur Verfügung.
Über die Biologie der Tiere und Pflanzen und die Besonderheiten des „Lebensraums Gronenborn“ informiert die Offenland Stiftung zu jeder vollen Stunde mit einer Führung über das Gelände. Erfahren Sie hier, wie sich die Tier- und Pflanzenwelt seit der Unterschutzstellung, aber insbesondere auch in den letzten Jahren entwickelt hat. Welche Herausforderungen werden sich in Zeiten des Klimawandels für den Schutz der Natur bei uns in Leverkusen ergeben?
Bleiben Sie interessiert!
Bilder:
Raubfliege von Karl Gramann
Sommergoldhähnchen von Martin Franken

Die Offenland Stiftung setzt ab sofort auf tatkräftige, vierbeinige Unterstützung im Naturschutz: Eine kleine Herde Zwergziegen übernimmt die Landschaftspflege rund um das historische Turbinenhaus in Diepental. Die tierischen Helfer sollen gezielt eingesetzt werden, um das unkontrollierte Wachstum von Brombeeren und invasiven Neophyten einzudämmen und so die biologische Vielfalt der Region zu stärken. Wir bedanken uns herzlich bei den Ziegenhaltern für diese wertvolle Unterstützung! Die Große Fläche des ehemaligen Rosenthaler Teichs wird bereits seit fast einem Jahr erfolgreich durch Wasserbüffel beweidet. Die Ziegen helfen uns nun dort, wo die Wasserbüffel nicht hinkommen: Entlang des Zauns und am Turbinenhaus, das nun ein Artschutzhaus ist. Die Umgebung des Turbinenhauses ist ein wertvoller Lebensraum, der aber nach Abschluß der Baumaßnahmen des Wupperverbands zunehmend von stark wuchernden Pflanzenarten bedroht wird. Besonders Brombeergestrüpp und gebietsfremde Pflanzen (Neophyten) verdrängen die heimische Flora und überwuchern wichtige Freiflächen z.B. für seltene Wildbienen-Arten. Da der Einsatz von schweren Maschinen in dem sensiblen Gelände oft unpraktisch oder ökologisch nicht sinnvoll ist, schlägt die Offenland Stiftung nun einen rein biologischen Weg ein. Zwergziegen eignen sich hervorragend für diese Aufgabe. Im Gegensatz zu Schafen, die vor allem Gras fressen, sind Ziegen ausgesprochene Knospen- und Rindenliebhaber. Mit großer Vorliebe knabbern sie dornige Brombeerranken ab und machen auch vor Neophyten nicht halt. Durch ihren selektiven Verbiss drängen sie die Dominanzbestände zurück und schaffen sprichwörtlich Raum für seltene, heimische Pflanzenarten. Die Offenland Stiftung lädt Spaziergänger und Naturinteressierte herzlich dazu ein, das Projekt vor Ort zu beobachten. Gleichzeitig wird darum gebeten, die Tiere nicht eigenmächtig zu füttern, da die Ziegen eine genau abgestimmte Diät aus den wild wachsenden Pflanzen benötigen, um ihre Aufgabe als Landschaftspfleger optimal zu erfüllen.

Der BioBlitz Leichlingen 2026 auf der Plattform Observation.org ist aktuell in vollem Gange und läuft seit dem 1. Januar über das gesamte Jahr bis Anfang Dezember 2026. In dieser Zeit werden kontinuierlich Beobachtungen von Pflanzen, Tieren und Pilzen im Stadtgebiet gesammelt und von der Community geprüft. Anders als bei einem kurzen Aktionstag handelt es sich um ein langfristiges Citizen-Science-Projekt, bei dem sich die Datensammlung besonders im Frühjahr und Sommer dynamisch entwickelt. Begleitend finden im Jahresverlauf Exkursionen und Veranstaltungen statt, die Interessierten helfen, Arten besser zu erkennen und zu dokumentieren. Am 21. April 2026 wurden von 54 Beobachter*innen bereits 2464 Beobachtungen von 731 Arten dokumentiert.







