Feuersalamander – ein erstes Fazit
Feuersalamander – ein erstes Fazit

In Neuenkamp besteht eine intakte Feuersalamander-Population mit einer guten Alterszusammensetzung. Viele der gefundenen Exemplare zeigen, dass dieses und in den letzten Jahren trotz der Trockenheit eine Fortpflanzung stattfinden konnte. Außerdem gibt es keine Anzeichen für Krankheiten.
In Kürze beginnen nun die Fällarbeiten für die Gaspipeline und es wird langsam zu spät für eine Umsiedlung von Tieren vor der Winterruhe. Daher werden wir erst ab Ende Februar nächsten Jahres und dann bis zum Beginn der Erdarbeiten erneut nach Amphibien Ausschau halten.
Hintergrund
Die neue Gaspipeline von OGE/NETG wird auch einen Teil des Naturschutzgebiets im Tal des Neuenkamper Baches durchschneiden. In Zusammenarbeit mit OGE setzt sich die Offenland Stiftung für einen möglichst schonenden Bau ein. Dennoch müssen ab Oktober diesen Jahres Bäume gefällt werden. Mit den eigentlichen Erdarbeiten zur Verlegung der Pipeline ist in Balken/Neuenkamp laut Aussage OGE im April/Mai 2021 zu rechnen. Bei einer gemeinsamen Begehung mit einem Berater von OGE wurden Brutbaumhöhlen gesucht und Amphibienschutzmaßnahmen besprochen.
Wir von der Stiftung haben dafür außerdem eine Genehmigung eingeholt, Feuersalamander aus dem unmittelbaren Baubereich im NSG einsammeln und an eine entfernte, sichere Stelle im NSG umsiedeln zu dürfen. Dabei wollen wir auch die Chance nutzen, alle gefundenen Feuersalamander fotografisch zu dokumentieren, Größe, Gewicht und Geschlecht aufzunehmen und auf Anzeichen von Krankheiten zu achten. Uns beschäftigen hier die Frage, wie es nach drei so trockenen Jahren den Feuersalamandern geht und ob der Chytridpilz „Bsal“ (Batrachochytrium salamandrivorans) bereits im Gebiet auftritt.
Achtung: Bitte führen Sie keinesfalls eigenmächtige Suchen durch oder eignen sich Feuersalamander oder andere Amphibien an! Ohne geeignete Hygienemaßnahmen und Fachkunde gefährden Sie das Überleben der Tiere.
Die Stiftungskonten der Offenland Stiftung
Sparkasse Leverkusen
IBAN DE29 3755 1440 0100 1439 81
VR Bank Bergisch-Gladbach Leverkusen e. G.
IBAN DE98 3706 2600 2020 0730 31










